Gastvortrag: Students For Future

Public Climate School auf dem Laurentius-Platz (Foto Social Media AG Students For Future)
Public Climate School auf dem Laurentius-Platz (Foto Social Media AG Students For Future)

Students For Future für Seniorstudierende im Dienstagstreff.
Am 18.5.2021 hielten die Masterstudierenden Kristin Krebs und Georg Winterseel im Rahmen des Dienstagstreffs einen Gastvortrag über die Umweltbewegung Students For Future. Hintergründe und Ziele der Bewegung wurden erläutert. Die Thematik für den vfsa erschien uns so interessant, dass wir uns entschlossen haben in Form eines Interviews mit den Masterstudierenden, die Inhalte hiermit wiederzugeben.

vfsa:
Frau Krebs, Herr Winterseel welche Studienfächer belegen Sie und wie war Ihre Motivation der Bewegung beizutreten?

Kristin Krebs (KK):
Ich studiere den wirtschaftswissenschaftlichen Master Sustainability Management und im Rahmen von SFF möchte ich gerne die Nachhaltigkeitsthematik auf Hochschulebene weiter voranbringen, da ich dort noch großes Potential sehe.

Georg Winterseel (GW):
Und ich studiere Erziehungswissenschaft im Master. Ich habe in der Bewegung eine Möglichkeit gesehen, gemeinsam mit anderen gegen die strukturellen Probleme anzugehen, gegen die man sich alleine oft ohnmächtig fühlt.

vfsa:
Könnten Sie die Bewegung kurz skizzieren (Entstehung, Ziele) und uns die wichtigsten Links im Internet nennen, die einen Einblick in Ihre Arbeit geben?

KK:
Wir sind eine Lokalgruppe der Students For Future, also der Arbeitsgemeinschaft für Studierende von Fridays For Future. Unsere Gruppe entstand im Wintersemester 2019 und setzt sich seitdem für Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeit an der Bergischen Universität und in ganz Wuppertal ein.

GW:
Auf der Seite der überregionalen Gruppe sind viele Veranstaltungen der Public Climate School zu finden, in Rahmen dessen wir zum Dienstagstreff eingeladen wurden: https://studentsforfuture.info/
Alle weiteren Links finden sich auf der Homepage unserer Ortsgruppe: https://studentsforfuture.info/ortsgruppe/wuppertal/ hier finden Sie auch verschiedenen Möglichkeiten mit uns in Kontakt zu treten.
 
vfsa:
Könnten Sie exemplarisch einige Ihrer wichtigsten Projekte vorstellen (beispielsweise Austausch mit den Wuppertaler Stadtwerken) und deren Erfolge?

KK:
Wir sind sowohl innerhalb der Universität, als auch darüber hinaus aktiv. Zuletzt haben wir im Rahmen der bundesweiten Public Climate School, kurz PCS, verschiedene Veranstaltungen organisiert. Die PCS soll Klima und Nachhaltigkeit mehr Aufmerksamkeit an Universitäten, Schulen und in der Gesellschaft geben. Dafür braucht es verstärkt Bildung für nachhaltige Entwicklung und einen Zugang dazu.
In Wuppertal konnten wir in Kooperation mit Dozierenden und externen Expert*innen ein buntes Programm an Veranstaltungen von der Energiewende bis zu nachhaltigen Wohlstands- und Konsumsystemen anbieten. So konnten wir viele Studierende und weitere Interessierte erreichen. Die größte Veranstaltung war eine Podiumsdiskussion zu nachhaltiger Energieversorgung an der BUW, an der auch der Kanzler der Universität teilnahm.

GW:
Die PCS ist zudem ein Versuch den Hochschulen eine zentrale Rolle in der Bewältigung der Krise einzuräumen. Da die Bedrohung durch die Klimaerhitzung auf gesamtgesellschaftliche strukturelle Probleme verweist, stellt sie eine Herausforderung für alle wissenschaftlichen Disziplinen dar.
Hochschulen sollen durch die PCS auch als politische Räume wiederentdeckt und zugleich für die gesamte Gesellschaft geöffnet werden. Doch wir beschränken uns nicht auf die Hochschule, sondern stehen auch im regelmäßigen Austausch mit verschiedenen Akteur*innen aus Wuppertal. Zum Beispiel treffen wir uns mit Vertreter*innen der Wuppertaler Stadtwerke, um uns über verschiedene Themen rund um Klimaschutz in Wuppertal auszutauschen.

vfsa:
Stichwort „Grüne Uni“. Inwieweit beteiligt oder orientiert sich die Uni an Ihren Vorschlägen zum Nachhaltigkeitsgedanken?

KK:
Wir sehen an der BUW noch viele Möglichkeiten zu klimafreundlicherem Handeln. Unter anderem fordern wir verbindliche Ziele und Pläne auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2030, die Schaffung eines Nachhaltigkeitsbüros und eine Umstellung auf Ökostrom, sowie verstärkte stromsparende Maßnahmen. Im hochschulpolitischen Kontext arbeiten wir dazu eng mit dem Nachhaltigkeitsreferat des AStA und der Green Office Initiative zusammen.

GW:
Darüber hinaus wünschen wir uns, dass gerade die Universität als Zentrum der Wissenschaft Nachhaltigkeit zu einer zentralen Säule des eigenen Selbstverständnisses macht, dies auch im Tagesgeschäft sichtbar werden lässt und das Thema auch in alle anderen Bereiche der Gesellschaft trägt. Diesem Wunsch wird momentan mit Verweis auf Sachzwänge und Zuständigkeitsgrenzen noch nicht entsprochen.

vfsa:
Ist es noch ausreichend Nachhaltigkeit im eigenen privaten Raum zu realisieren um den Klimawandel zu stoppen?

GW:
Den Sinn darin sich individuell mit einem nachhaltigen Lebensstil auseinander zu setzen sehen wir in erster Linie darin, für den Umfang der notwendigen Veränderungen zu sensibilisieren. Individuelles Engagement allein kann aber nicht zur Lösung der Probleme führen, da – durch fehlendes Geld, Zeit, Wissen – kaum jemand in der Lage ist ein umfassend nachhaltiges Leben zu führen. Stattdessen führt die Individualisierung häufig zur Polarisierung in gute und unverantwortliche Menschen.
KK: Es gilt jedoch viele Aspekte der Gesellschaft mit sehr langer Tradition zu überwinden, die vor dem Hintergrund von immer sichtbarer werdenden planetaren Belastungsgrenzen nicht mehr länger tragbar sind. Dies ist eine Aufgabe, die nur gemeinsam möglich ist und wiederum eine Sensibilisierung voraussetzt. Das private Umschwenken auf einen nachhaltigen Kurs allein, kann die Klimakrise also nicht eindämmen – ohne dies scheint eine Lösung jedoch nicht möglich.

vfsa:
Zum guten Schluß: Sind auch „Seniorstudents“ in Ihrer Organisation willkommen?

GW:
Wir hoffen, es ist deutlich geworden, dass die Krise uns alle vor Herausforderungen stellt, die nur gemeinsam gelöst werden können. Dazu sind Austausch und Aushandlungsprozesse in der gesamten Gesellschaft notwendig. Was in diesem Sinne für die gesamte Fridays For Future Bewegung gilt, gilt besonders an der Uni, die ohnehin demokratisch und partizipativ aufgebaut ist. Kurzum: Ja, wir würden uns freuen!

Wir bedanken uns für dieses Gespräch und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg.
 
Ute Kosanetzky  |  Bernhard Czeska

 


... unser Mitgliedertreffen vom 27. Mai

In den Jahren 2000 - 2004 wurden vom vfsa viele Vorträge mit Gastdozent*innen organisiert, auch Stammtische und Empfänge für die Erstis fanden statt. In den Jahren 2014 - 2019 wurden hauptsächlich soziale und kulturelle Aktivitäten organisiert, gemeinsame Ausflüge, Museumsführungen und Besichtigungen, aber nur wenige Vorträge.

 

Durch die Einrichtung der vfsa- Homepage haben jetzt alle Mitglieder Zugriff auf aktuelle und auch zurückliegende Informationen. Früher wurden die Beiträge für die Bezahlung der Vortragenden verwendet, heute werden die kulturellen Aktivitäten damit bezuschusst.


Nach dem Vortrag schloss sich zwischen den 22 Teilnehmenden eine lebhafte Diskussion an. Die „älteren“ Mitglieder und Frau Schrettenbrunner erinnerten sich an frühere Jahre: damals habe Frau Karow bis zum Jahr 2010 regelmäßig „News aus dem Seniorenstudium“ verfasst und sie in die Briefkästen der Uni verteilt. Sie habe im Büro von Frau Sagebiel (der Vorgängerin von Frau Schrettenbrunner) auch regelmäßig eine wöchentliche Beratungsstunde für interessierte Studierende angeboten. Für die in der Untersuchung nicht berücksichtigte Zeitspanne (2005 - 2013) wurden einige persönliche Erinnerungen nachgeliefert, z. B. auch dass man an mehreren überregionalen Treffen mit Seniorstudierenden aus anderen Universitätsstädten teilgenommen hat. Auf die Frage eines Mitglieds, warum nicht die Vereinssatzung als Referenz für den Überblick der Aktivitäten gewählt worden sei, antwortete der Referent, dass dies einen methodischen Grund gehabt habe: er habe als Datenbasis die Vereinsprotokolle gewählt, darin seien Aktivitäten wie die Vertretung der Interessen älterer Studierender gegenüber den Gremien der Universität nicht protokolliert worden.

     
Als eine aktuelle Aktivität des Vorstands zu diesem Thema wurde die Mitarbeit bei der Überarbeitung der Studienordnung angeführt. Hier besteht u.a. noch Klärungsbedarf bei der Frage, wie Studierende mit dem Schwerpunktfach Psychologie bei bestehendem NC ihre Leistungspunkte erwerben können, da sie ja keine Scheine machen können. Bernd Tietz berichtete, dass der vfsa die Interessen älterer Studierender nicht nur der eigenen Universität gegenüber, sondern auch auf bundesweiter Ebene vertritt. Durch Mitarbeit bei DENISS e.V. werden die Ziele „Recht auf Bildung“ für Ältere und die bundesweite Förderung des Seniorenstudiums verfolgt. Nur an fünf von sechzig Universitäten kann man das Studium für Ältere mit einem Zertifikat abschließen. Aktuell wird an alle Bundesparteien ein Brief versandt mit der Bitte, ihr Programm für das Recht der Älteren auf Bildung darzulegen.
Auch wenn viele Mitglieder gemeinsame kulturelle Aktivitäten gutheißen, finden mehrere den Begriff „Eventverein“ problematisch, da er eben nur auf einen Teil der Vereinsaktivitäten zutrifft. Angemerkt wurde auch, dass das Thema „Vielfalt der Abschlussarbeiten“ im Impulsvortrag nicht berücksichtigt worden sei. Manfred Haug erklärte dazu, dass zu diesem Thema ein separates Kapitel in der Gedenkschrift erscheinen wird. Als weiterer Wunsch wurde die tatkräftige Unterstützung für Studienanfänger*innen auch durch Vereinsmitglieder geäußert. Konkretes Beispiel war die Schwierigkeit eines Mitglieds, aktuell unter Coronabedingungen an der Bibliothek Bücher auszuleihen. Das wurde zunächst mit dem Hinweis, dass externe Nutzer*innen derzeit nicht leihen dürften, abgelehnt, erst nach Intervention von Frau Gembler war die Leihe möglich. Hier wäre grundsätzlich die Einführung eines Hochschulbenutzerausweises anzustreben, was anscheinend nur auf NRW-Landesebene entschieden werden kann.
Dank des Vortrags von Manfred Haug hat sich ein angeregter und erfrischender, teils auch kontroverser Austausch über unser Selbstverständnis und unsere Ziele ergeben.

 

Angela Mahnkopf  | Mai 2021


Wie man seine psychische Gesundheit am besten schützen kann

Unter dieser Überschrift hatte der vfsa am 17. Februar nachmittags zu einem Vortrag auf Zoom eingeladen. Im aktuell zweiten Lock-Down schien das Thema einen Nerv zu treffen, denn einundzwanzig interessierte Mitglieder fanden sich „@home“ vor ihren Bildschirmen ein. Unsere stellvertretende Vorsitzende, Dr. Angela Mahnkopf erläuterte im ersten Teil ihres Vortrags die Ergebnisse von ausgewählten neueren empirischen Untersuchungen zu den Auswirkungen der teils einschneidend veränderten Lebensbedingungen auf die psychische Verfassung der Menschen. Die Zahl der Krankmeldungen wegen psychischer Erkrankungen stieg im ersten Lockdown im ersten Halbjahr 2020 um 80% gegenüber dem Vorjahreszeitraum (bei erwachsenen berufstätigen Mitgliedern, Bericht der KKH). Bei den jungen Erwachsenen unter 30 Jahren stieg die aktuelle situative Belastung bundesweit von 56% im März 2020 auf 69% Ende Januar 2021. Bei der Gruppe der Älteren (65-74 Jahre) zeigten sich signifikant weniger Personen belastet als in der Gruppe der Jüngeren. Der Vergleich ihrer Untersuchungsergebnisse von März 2020 mit denen von Ende Januar 2021 zeigte keine Zunahme der situativen Belastung. Ganz aktuell stellt sich die Situation der Kinder und Jugendlichen in einer Befragung im Februar 21 als sehr belastet dar. Zwei Drittel der Befragten beschrieben verminderte Lebensqualität und geringeres psychisches Wohlbefinden, fast jedes 3. Kind litt unter psychischen Auffälligkeiten.  Ausführlicher erläuterte Frau Dr. Mahnkopf eine Untersuchung zur psychischen Gesundheit alter Menschen im Alter von 65 bis 91 Jahren, die im ersten Lockdown im  Frühjahr 2020 durchgeführt wurde. Damit ist sie zwar nicht ganz so aktuell, wie die vorher aufgeführten Untersuchungen, dennoch interessant, da sie ein positives Gesamtbild zeichnet. Die Messwerte zur psychosozialen Gesundheit der Gruppe der alten Menschen blieben, verglichen mit einer Stichprobe aus dem Zeitraum vor der Pandemie, erstaunlich stabil. Ältere Menschen verfügen danach über bessere Bewältigungsreserven, um  schwierige Situationen durchzustehen. Und sie nutzen Strategien, die ihnen in ihrem bisherigen Leben geholfen haben, ihr Wohlbefinden aufrecht zu erhalten.


Nach dem Überblick über die Lage der verschiedenen Altersgruppen widmete Frau Dr. Mahnkopf den zweiten Teil ihres Vortrags den Herausforderungen unserer aktuellen Lebenssituation und hilfreichen,  lebenspraktischen Strategien gegen das Gefühl  oder gar den psychischen Zustand des Ausgeliefertseins und der Hilflosigkeit. Sie zeigte auf einem Schaubild, wie sich die Pandemie-Situation auf die Ebenen der Gedanken, der Gefühle, des Verhaltens und den Körper eines Menschen auswirken. Den Herausforderungen, die zur Belastung führen können, stellte sie alltagsnahe Tipps und Empfehlungen für das individuelle Handeln gegenüber und ermunterte ihr Auditorium zu gezielter Aktivität. Eine Prämisse liege in den eigenen Gedanken, denn es wird nicht so bleiben. Des Weiteren wirke eine regelmäßige Tagesstruktur präventiv, gestaltet mit einem Wechsel von Pflichten und angenehmen Aktivitäten, die den eigenen Stärken und Vorlieben entsprechen. Trotz  physischer Distanz wäre es wichtig, täglich soziale Kontakte zu haben, sei es der Plausch am Gartenzaun oder mit Freunden, Bekannten und Familienangehörigen mittels der verschiedenen Kommunikationsmedien.   Auch die täglichen intensiven 30minütigen Bewegungseinheiten gehörten dazu. Mit diesen Empfehlungen und Anregungen schloß Frau Dr. Mahnkopf ihre Ausführungen.


Im Anschluss entstand eine rege Diskussion, die Raum für persönliche Erfahrungen, Beobachtungen  und  Einschätzungen bot. Die aus den vorgestellten Untersuchungen hervorgegangenen überraschend positiven Werte für die ältere Generation wurden mit kritischen Anmerkungen im Hinblick auf von Armut betroffene ältere Menschen ergänzt. Die Ergebnisse für die Kinder und  jungen Erwachsene fanden breite nachdenkliche und kritische Aufmerksamkeit und wurden punktuell durch Erfahrungen und Beobachtungen aus dem einen oder anderen persönlichen Umfeld illustriert.


Insgesamt erreichten den vfsa auch im Nachhinein positive Rückmeldungen. Herzlichen Dank an Frau Dr. Mahnkopf für die gelungene Veranstaltung!

Autor: Dagmar Renneke  | 28.02.2021


Lernen in Corona Zeiten

Als im Frühjahr 2020 unser Soziologie Seminar bei Prof. Grymer und Dr. Behrens dem Ende zuging, ermunterten sie uns Themenvorschläge für das Sommer-Semester abzugeben. Gerne erfüllten wir diesen Wunsch, denn zu diesem Zeitpunkt gingen wir selbstverständlich von einem Präsenzseminar aus. Die Teilnehmer*innen, alle Seniorstudierende, waren gespannt auf das neue Programm. Bisher hatten wir schon einige interessante Themen und Problemfelder der Soziologie in den Seminaren der beiden Dozenten kennengelernt und bearbeitet: wir diskutierten über die Globalisierung, über soziale und strukturelle Ungleichheit, Multikulturalismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus, analysierten u.a. das Buch von Cornelia Koppetsch „Gesellschaft des Zorns“ und beschäftigten uns mit Texten von Norbert Elias und Joseph Stiglitz. Kurzum die Auswahl der Materialien bildete ein stabiles Fundament für unsere Seminare. Der Seminarplan sah vor, gleich zu Beginn die Referate zu verteilen, (die Übernahme geschah auf freiwilliger Basis, in der Regel mussten 30-40 Seiten bearbeitet werden).

Nach jedem Referat (ca. 30 Minuten, je nach Thema auch länger), erfolgte eine lebhafte, oft kontroverse Diskussion. Immer fachkundig begleitet von Professor Grymer und Dr. Behrens. Mir schien es wichtig zu sein über die eigene Sichtweise zu reflektieren, um sie ggf. infrage stellen zu können. Voller Neugierde freute ich mich auf jede Unterrichtsstunde. Und war überzeugt, den anderen Seniorstudenten ging es ebenso. Alle schienen hochmotiviert zu sein. Nach dem Unterricht gab es ein festes „Ritual“: ein Besuch in der „Kneipe“. In gemütlicher Atmosphäre blieb genügend Zeit für ein leckeres Mittagessen, einen Cappuccino und nicht zuletzt für einen geselligen Plausch. Jedes Mal bildete das Zusammensein mit der Gruppe einen schönen Abschluss.


Das Thema des Sommersemesters hieß: „Das Ende der Illusionen. Politik, Ökonomie und Kultur in der Spätmoderne“. Das Buch von Andreas Reckwitz bildete die Grundlage für das Seminar. In den Medien vielfach positiv rezensiert, erregte es viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Es soll auch auf Angela Merkels Nachttisch gelegen haben. Doch Corona veränderte dann alles, das Präsenzseminar konnte nicht stattfinden. Was tun? Wir entschieden uns, über „ZOOM“ ein Meeting zu organisieren. Einige Seniorstudierende beteiligten sich leider nicht, vermutlich wegen technischer Schwierigkeiten. Gisela Baumann-Wagner, unsere Kommilitonin, richtete das Meeting für uns ein und erinnerte in der ersten Zeit zuverlässig an das jeweilige Treffen. Wir gingen genauso vor, wie im Präsenzseminar: lasen die Texte, übernahmen ein Referat und diskutierten danach. Die anfänglichen technischen Probleme überwanden wir schnell und lernten, dass unsere Kommunikation eine gewisse Disziplin verlangte. Als positiv empfanden wir es, dass Dr. Behrens die Leitung des Meetings übernahm. Auch Frau Schrettenbrunner war im Sommersemester einige Male dabei.


Bis heute findet ein lebendiger Informationsaustausch in unserer Gruppe statt. So werden interessante Artikel, die aktuell unser Thema betreffen, gleich per Mail weitergeleitet.


Bedauerlicherweise hatte sich die Situation auch im Wintersemester 2020/21 nicht verbessert. Die Uni blieb weiterhin für uns verschlossen. Wir ließen uns nicht entmutigen, machten weiter wie bisher. Das Thema hieß diesmal: „Epochenwende“ Wir bearbeiteten drei Bücher: Hans-Joachim Maaz: „Das gespaltene Land“, Joseph Stiglitz : „Preis der Ungleichheit“ und Meinhardt Miegel: „Epochenwende, Gewinnt der Westen die Zukunft?“. Das Wintersemester-Semester ist nun bald beendet und unsere Meetings auch.


Fazit: Trotz aller Einschränkungen haben wir es geschafft, dass Programm des Seminars wie vorgesehen, konsequent durchzuführen. Darauf sind wir sehr stolz. Es war uns wichtig, den Kontakt untereinander nicht zu verlieren. Wir haben in den Monaten der Pandemie sehr gut zusammengearbeitet und uns gegenseitig motiviert. Jetzt schauen wir voller Hoffnung auf das Sommersemester 2021 und auf die Möglichkeit eines Präsenzseminars.


Ulla Harms-Krupp


Seniorenstudium an der BUW

Das Studium für Ältere dient der selbstständigen Auseinandersetzung mit sozial und geisteswissenschaftlichen Fragen sowie der Reflexion eigener privater wie beruflicher Lebenserfahrungen. Für ihren Einsatz an Motivation, Interesse und Leistung haben die Alters-
Studierenden Zugang zu Lehrangeboten aus folgenden Fächern:



 

Pädagogik / Politikwissenschaft / Soziologie / Psychologie / Geographie / Wirtschaftswissenschaft / Geschichte / Literaturwissenschaft / Philosophie / Katholische Theologie / Evangelische Theologie


Aktivitäten und Ziele des vfsa e.V.

  • Interessenvertretung für das Studium für Ältere an der Bergischen Universität Wuppertal
  • Kooperation mit der Bergischen Universität und ihren Organen/Gremien, insbesondere mit dem Zentrum für Weiterbildung (ZWB)
  • Studienergänzende Angebote
    – Vortragsveranstaltungen, wie z. B „Senior-Studierende treffen junge WissenschaftlerInnen“
    - Kulturelle Veranstaltungen, wie z. B. Museumsbesuche
  • Kontaktpflege und Erfahrungsaustausch mit den Fördervereinen/Interessenvertretungen anderer Universitäten

  • Aktivitäten in Kooperation mit dem Zentrum für Weiterbildung
    – Informations- und Beratungstag für am Studium im Alter Interessierte (jährlich im September)
    – Begrüßungsempfang für die NeuanfängerInnen im Studium für Ältere
    – Öffentlichkeitsarbeit für das Studium für Ältere